Vegan = gesund oder ungesund?

Der Veganismus ist auf dem Vormarsch. Nicht nur in den USA ist diese Ernährungsform mittlerweile ein Trend, auch viele Deutsche entscheiden sich für diese Form der Ernährung. Dies sind vor allem Menschen, die sehr bewusst und idealistisch leben. Dabei möchten sie mit dem Verzicht auf tierische Produkte jeglicher Art eine Änderung herbeiführen. Tierquälereien und Tiertötungen, die einzig und allein dem Konsumhunger der Gesellschaft dienen, sollen damit eingedämmt werden. Veganer verzichten auf Fleisch, auf Fisch, auf Milchprodukte, auf Eier und oftmals auch auf Woll-, Leder- und Daunenprodukte. Bedingt durch die Tatsache, dass die im Veganismus erlaubten Lebensmittel somit deutlich eingeschränkt sind, gilt der Veganismus oftmals als ungesunde Ernährungsform. Doch dies entspricht nicht der Wahrheit, wenn man einige Dinge beachtet.

Darauf ist zu achten

Viele lebensnotwendige Stoffe kommen in tierischen Produkten vor. Damit bei Veganern keine Nährstoffdefizite entstehen, muss deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass dem Körper entsprechende Vitamine und Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden. So kommt zum Beispiel Vitamin B12 ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Vitamin B12 ist wichtig für die Zellteilung, für die Bildung von roten Blutkörperchen und für den Stoffwechsel. Um diesen Mangel auszugleichen, müssen Veganer meist auf Funktional Food zurückgreifen. Angereicherte Sojadrinks oder Säfte schaffen hier meist Abhilfe. Als Alternative bleiben zudem noch Tabletten. Kalzium ist für den Körper ebenfalls sehr wichtig und ist vorwiegend in Milchprodukten enthalten, auf die der Veganer seiner Gesinnung entsprechend verzichtet. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, sollte man sich gut mit den Inhaltsstoffen einzelner Lebensmittel auskennen. So ist zum Beispiel in Sesam ebenfalls Kalzium enthalten. Auch Mandeln, Soja, Brokkoli, Rucola und Grünkohl liefern Kalzium an den Körper und sollten deshalb täglich auf dem Speiseplan eines Veganers stehen. Alternativ kann man hier auch auf angereicherte Sojadrinks oder auf Säfte zurückgreifen. Des Weiteren dient Mineralwasser als wertvoller Kalziumlieferant für den Körper.

Die Vorteile

Der Verzicht auf Fleisch bringt jedoch auch viele Vorteile mit sich, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Ein hoher Fleischkonsum erhöht zum Beispiel das Risiko für Herzerkrankungen. Des Weiteren steht Fleisch im Verdacht Gicht und Rheuma zu fördern. Viele Veganer berichten zudem, dass sie durch ihre Ernährungsumstellung Hautkrankheiten und Allergien in den Griff bekommen haben. Wer Hilfestellung bei seiner veganen Ernährung sucht, der findet sie zum Beispiel im Kochbuch Vegane Kochkunst von Matthias Langwasser. Zahlreiche schmackhafte vegane Rezepte erleichtern überzeugten Veganern die Planung der täglichen Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung des wichtigen Gesundheitsaspektes.

März 10, 2014 · admin · Comments Closed
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