Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

Schwangere haben oftmals den Trieb, dass sie meinen „für Zwei“ essen zu müssen. Einer der beiden ist allerdings noch sehr klein und diesem genügt eigentlich was es bekommt, wenn die werdende Mutter ganz normal isst. Es ist zwar nötig, dass bestimmte Nährstoffe in vermehrtem Maße zugeführt werden, damit das Kind sich gut entwickeln kann, was aber auch nicht im Übermaß sein muss. Das heißt der Mehrbedarf an Kalorien ist in der Schwangerschaft nur gering erhöht. Laut den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es in der Schwangerschaft nur einen Mehrbedarf von durchschnittlich 255 kcal pro Tag. In der Stillzeit allerdings liegt der Mehrbedarf bei 635 kcal pro Tag.

Ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft

Dieser Mehrbedarf sollte idealerweise durch mehr Protein in den Lebensmitteln gedeckt werden. Der Fettanteil indes sollte nur mäßig erhöht werden. Die Empfehlungen sehen zudem im ersten Drittel der Schwangerschaft keine Erhöhung vor. Tatsache ist aber, dass man als Schwangere seine Mahlzeiten sehr gut auswählen muss. Alles was blähen kann, insbesondere Kohl, sollte vermieden werden. Darüber hinaus sollte während der Schwangerschaft auf Zucker verzichtet werden, weil dies auch dazu führen kann, dass die Kilos unerwünscht hoch steigen und letztlich zur Schwangerschaftsdiabetes führt. Eine rein pflanzliche Ernährung, die auf Vollkornprodukten basiert und sehr viel Gemüse und Obst, unter kompletten Verzicht von Fleisch, Milch, Honig und Fisch – also eine vegane Ernährung – ist für Schwangere nicht schädlich, erfordert aber einen ausgewogenen Ernährungsplan und wie gesagt den Verzicht auf Kohl.

Kalzium und Aminosäuren sind lebenswichtig

Wichtig ist, dass die Ernährung garantiert, dass die empfohlene Tagesdosis an Kalzium während der Schwangerschaft genauso hoch wie vorher auch, nämlich 1000 mg pro Tag. Grund dafür ist, dass werdende Mütter besonders gut Kalzium aufnehmen können und dies dazu beiträgt, dass das Kind im Bauch gesund heranwachsen kann. Sehr gute  Kalziumquellen sind Tofu und Sojabohnen, aber auch dunkelgrünes Blattgemüse, Feigen, Sonnenblumenkerne und Tahin (Sesampaste). Darüber hinaus sollten Schwangere reichlich Cerealien zu sich nehmen und Säfte trinken, die kalziumreich sind. Ebenfalls auf dem Speiseplan stehen sollte kalziumhaltiges Mineralwasser, über das der Tagesbedarf gedeckt werden sollte. Sehr wichtig für Schwangere ist hier auch, dass die Nahrung für Schwangere reich ist an essenziellen Fettsäuren, wie Alpha-Linolensäure (ALA) und Docosahexaensäure (DHA) sowie Eicosapentaensäure (EPA). Leinsamen und Leinsamenöl sind hier die konzentriertesten Quellen. Außerdem findet man diese Aminosäuren auch in Raps- und Walnussöl, Walnüssen und Sojabohnen. Der Tagesbedarf auch bei Schwangeren kann schon über einen Teelöffel Leinsamenöl gedeckt werden.

April 9, 2014 · admin · Comments Closed
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